FAQ: Clean Beauty & Inhaltsstoffe
Was bedeutet Clean Beauty — gibt es eine offizielle Definition?
Nein — Clean Beauty ist kein gesetzlich geschützter Begriff. Es gibt keine EU-weite Norm, die festlegt, was ein Produkt erfüllen muss, um sich „clean“ zu nennen. In der Fachwelt versteht man darunter Kosmetik, die auf Inhaltsstoffe verzichtet, die als potenziell gesundheits- oder umweltschädlich eingestuft werden. ROQ Cosmetics definiert Clean Beauty konkret: kein Mineralöl, keine Silikone, keine synthetischen Parfüme, keine Parabene, keine PEGs.
Wie erkenne ich Mineralöl in der INCI-Liste?
Mineralöl versteckt sich unter verschiedenen Namen: Paraffinum Liquidum, Petrolatum (Vaseline), Ceresin, Ozokerite oder Microcrystalline Wax. Die Faustregel: Steht einer dieser Begriffe in den ersten fünf Zutaten, ist Mineralöl ein Hauptbestandteil. Mineralöle bilden einen Film auf der Haut ohne Pflegeleistung und können die Poren verstopfen.
Sind Silikone in Kosmetik schädlich?
Silikone sind nicht direkt gefährlich für die Gesundheit. Ihre Probleme liegen woanders: Sie hinterlassen einen Kunststofffilm auf der Haut, der Fältchen und Poren nur optisch glättet — ohne Pflegeleistung. Sie sind biologisch kaum abbaubar und akkumulieren in der Umwelt. Silikone erkennt man an Endungen wie -cone, -conol, -siloxane in der INCI-Liste (z.B. Dimethicone, Cyclopentasiloxane).
Was ist der Unterschied zwischen Naturkosmetik und Bio-Kosmetik?
Naturkosmetik bedeutet, dass keine synthetischen Duftstoffe, Silikone, Mineralöle oder PEGs enthalten sind. Bio-Kosmetik geht weiter: Mindestens 95% der Inhaltsstoffe müssen aus biologischem Anbau stammen und zertifiziert sein (z.B. nach COSMOS-Standard). Nicht alle Naturkosmetikprodukte sind bio-zertifiziert, aber alle Bio-Kosmetikprodukte erfüllen die Anforderungen der Naturkosmetik. Auf ROQ Cosmetics sind beide Kategorien vertreten — erkennbar an den jeweiligen Siegeln.
Warum verzichtet ROQ Cosmetics auf Parabene?
Parabene (z.B. Methylparaben, Propylparaben) sind synthetische Konservierungsstoffe, die in der Wissenschaft diskutiert werden, weil sie eine schwach östrogenähnliche Wirkung im Körper haben können. Obwohl die EU-Kosmetikverordnung bestimmte Parabene in niedrigen Konzentrationen erlaubt, verzichten wir bewusst darauf — und nutzen stattdessen natürliche Konservierungsmethoden wie Vitamin E, ätherische Öle oder wasserarme Formulierungen.
Alle Antworten wurden verfasst von Daniela Voigt, Fachkosmetikerin & Inhaberin Voigt Kosmetik, Hennef.
