FAQ: Naturkosmetik für sensible Haut

Was ist sensible Haut — und wie erkenne ich sie?

Sensible Haut reagiert überdurchschnittlich stark auf äußere Einflüsse: Kälte, Wind, Pflegeprodukte oder Stress können Rötungen, Brennen, Spannungsgefühl oder Juckreiz auslösen. Sie ist keine Hauterkrankung, sondern ein Hauttyp mit geschwächter Schutzbarriere. Typische Zeichen: Haut rötet sich nach der Reinigung, reagiert auf Parfüme oder neue Produkte und fühlt sich nach dem Waschen eng an.

Welche Inhaltsstoffe sollte ich bei sensibler Haut meiden?

Bei sensibler Haut solltest du folgende Inhaltsstoffe konsequent meiden: synthetische Parfüme (oft als „Parfum“ oder „Fragrance“ in der INCI-Liste), Alkohole (Alcohol denat.), Silikone (Endungen auf -cone, -siloxane), aggressive Tenside (Sodium Lauryl Sulfate, SLS) und Parabene. Alle Produkte in unserer Sensible-Haut-Kollektion wurden von Fachkosmetikerin Daniela Voigt auf Verträglichkeit geprüft und sind frei von diesen Stoffen.

Ist Naturkosmetik automatisch gut für sensible Haut?

Nicht automatisch — auch natürliche Inhaltsstoffe können reizen. Ätherische Öle, manche Pflanzenextrakte und Duftstoffe pflanzlicher Herkunft sind häufige Auslöser. Entscheidend ist nicht „natürlich“ oder „synthetisch“, sondern die konkrete Formulierung. Gute Naturkosmetik für sensible Haut ist duftstofffrei, enthält beruhigende Wirkstoffe wie Bisabolol, Panthenol oder Allantoin und wurde dermatologisch getestet.

Wie baue ich eine Pflegeroutine für sensible Haut auf?

Eine einfache Routine ist der beste Start: 1. Sanfte, sulfatfreie Reinigung morgens und abends. 2. Duftstofffreier Toner oder Thermalwasser zur Beruhigung. 3. Leichte Feuchtigkeitscreme mit Ceramiden oder Panthenol. 4. Mineralischer Sonnenschutz am Morgen. Neue Produkte immer einzeln einführen — nie mehrere auf einmal — und 1–2 Wochen beobachten, wie die Haut reagiert.

Kann ich bei sensibler Haut auch ein Peeling verwenden?

Ja — aber das richtige. Physikalische Peelings mit groben Schleifpartikeln sind für sensible Haut nicht geeignet. Besser sind enzymatische Peelings (aus Papain oder Bromelain) oder sehr milde AHA-Peelings in niedriger Konzentration (unter 5 %). Diese lösen abgestorbene Hautzellen sanft ohne Reibung. Maximal 1x pro Woche anwenden. Bei sehr reaktiver Haut erst nach Rücksprache mit einer Fachkosmetikerin.


Alle Antworten wurden verfasst von Daniela Voigt, Fachkosmetikerin & Inhaberin Voigt Kosmetik, Hennef.